Pflegeboxen - kostenlose Pflegehilfsmittel direkt zu Ihnen nach Hause!

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Was sind zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel?

Als Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gelten z. B. Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen, Mittel zur Händedesinfektion, Flächendesinfektion, Fingerlinge, Mundschutz oder waschbare Bettschutzeinlagen.

Was sind Pflegeboxen?

Eine Pflegebox ist ein Paket mit Pflegehilfsmitteln für Menschen mit Pflegegrad. Diese wird von verschiedenen Anbietern jeden Monat kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Kosten trägt die Pflegekasse. Die Anbieter der Pflegeboxen stellen in der Regel die entsprechenden Anträge für den Menschen mit Pflegegrad. Außerdem übernehmen sie die gesamte Koordination zur Bestellung und zum Erhalt der Box.

Woher können Pflegeboxen bezogen werden?

Pflegeboxen können bei den verschiedensten Pflegehilfsmittel-Anbietern sowie in der Apotheke vor Ort, wenn diese die Abrechnungsverträge mit den jeweiligen Pflegekassen geschlossen hat, beantragt werden. Nachfolgend eine Auswahl an Anbietern.

Auswahl Pflegebox-Anbieter

Wer hat Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel?

Sofern die drei folgenden Kriterien erfüllt sind, haben Sie Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 40 EUR pro Monat:

Warum sollten Pflegebedürftige diese Möglichkeit in Anspruch nehmen?

Die Pflegehilfsmittel erleichtern die Pflege! Die unterschiedlichen Produkte verringern die Keimzahl bei Erkrankungen und schützen somit den Menschen mit Pflegegrad und die pflegende Person.

  • Es wurde ein Pflegegrad (1, 2, 3, 4 oder 5) erteilt.
  • Der Pflegebedürftige lebt zu Hause, in einer Wohngemeinschaft oder einer Einrichtung für betreutes Wohnen.
  • Der Pflegebedürftige wird von mindestens einer privaten Person (Angehöriger, Freund oder Bekannter) betreut.

Auch der Faktor Zeit spielt hier eine nicht unbeachtete Rolle. Durch den richtigen Einsatz von Handschuhen, Desinfektion und Bettunterlagen oder Mundschutz u.ä. werden unerwünschte Pflegeereignisse, die zu vermeiden gewesen wären bei der Verwendung dieser Hilfsmittel, auf ein Minimum reduziert.

Der Anspruch gilt für kostenlose Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 40 EUR pro Monat. Grundlage für diesen Anspruch ist § 78 Abs. 1 in Verbindung mit § 40 Abs. 2 SGB XI.

Durch die Verwendung von Flächen- und Handdesinfektion sind beide Personen geschützt. Der Patient und die Person, die die Pflegemaßnahmen ausführt vor einer erhöhten Gefahr der Ansteckung mit Viren, Bakterien, Pilzen u.ä. und einer Reinfektion.

Bettschutzeinlagen sind besonders gut geeignet als zusätzlicher Bett-, Bettwäsche- und Rollstuhlschutz bei offenem Inkontinenzmanagement, bei der Dekubitustherapie (Luftstrommatratze, Wechseldruckmatratze) und bei Hautallergien. Für die Pflegeperson mit Pflegegrad ist ein täglicher Wechsel ein besonderes Plus an Liegekomfort und Hygiene gewährleistet. Zudem steigert eine saubere Bettunterlage das allgemeine Wohlempfinden.

Qualitätsunterschiede bei Boxen & Anbietern

Folgende Fragen sollten Sie beachten, wenn es um die Wahl der für Sie passenden Pflegebox geht. Sofern die Anbieter diese Informationen nicht bereits auf Ihrer Webseite zur Verfügung stellen, sollten Sie sich telefonisch oder aber per E-Mail hierüber erkundigen. Insbesondere im Hinblick auf die Quantität & Qualität der gelieferten Hilfsmittel, gibt es mitunter starke Unterschiede zwischen den Anbietern.

Wie zügig und flexibel werden Änderungswünsche der bestellten Pflegehilfsmittel berücksichtigt? 

Wie gut ist die Beratung im persönlichen Gespräch vor Ort oder am Telefon zu den einzelnen Pflegehilfsmitteln?

Wie schnell können die benötigten Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bzw. die Pflegebox geliefert werden?

Wird ein fester Liefertermin vereinbart, um den Empfang mit Unterschrift auch zu bestätigen?

Wie viele Bettschutzunterlagen zum Einmalgebrauch sind in der Pflegebox enthalten?

Gibt es weiterführende Lektüre zum Thema Pflege als kostenlose Zugabe dazu?

Wer übernimmt die Antragsstellung bei der Pflegekasse?

Was geschieht, wenn die Pflegekasse den Antrag, trotz Pflegegrad, ablehnt?

Gibt es eine Urlaubsnachsendung zum Urlaubsort?

Wie schnell wird reagiert, wenn beispielsweise einmal nicht so viel Desinfektionsmittel benötigt wird, wie beantragt wurde?

Details zu den gelieferten Pflegehilfsmitteln


Achten Sie bei der Auswahl des Produktes darauf, dass das Flächendesinfektionsmittel folgende Kriterien erfüllen sollte und erkundigen Sie sich in Zweifelsfall bei dem Anbieter genauer darüber. Lassen Sie sich vom fachkundigen Personal des Anbieters dazu beraten!

Gerade bei Erkrankungen, die ein hohes Maß an Desinfektion erforderlich machen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, eine Reinfektion zu vermeiden und zum Schutz des Patienten und deren Angehörige und Pflegepersonal von Nöten sind, sollte man im Vorfeld nachfragen, um welche Art der Desinfektion es sich handelt. Fragen Sie bei ansteckenden Infektionen, multiresistenten Keimen o.ä. den behandelnden Arzt, worauf Sie bei der Desinfektion achten sollten!

Im folgenden einige Anregungen & Tipps zum Thema:

  1. Das Flächendesinfektionsmittel sollte aldehydfrei sein
  2. Es sollte gebrauchsfertig sein.
  3. Eine kurze Einwirkzeit muss gewährleistet sein, damit sich die volle Wirksamkeit entfalten kann.
  4. Es sollte ein zugelassenes Schnell-Desinfektionsmittel zur Desinfektion von nicht invasiven Medizinprodukten und anderen Flächen sein.
  5. Lassen Sie sich beraten, welche mikrobiologische Wirksamkeit bei dem angebotenen Flächendesinfektionsmittel vorliegt (Wirksamkeit gegen Bakterien, gegen Pilze, gegen Viren, Norovirus, Rotavirus usw.).
  6. Wird das Produkt in einer handlichen Verpackung mit Griffmulden angeboten? Gerade ältere Menschen mit Pflegegrad, die zum Teil einige Pflegemaßnahmen selber verrichten wollen, sollten auf eine gute & einfache Handhabung achten.
  7. Gibt es das Flächendesinfektionsmittel auch zum Sprühen? Häufig ist diese Art der Anwendungsform eine Möglichkeit der einfacheren und schnelleren Desinfektion. Ebenso erreicht man mit der Sprühfunktion eine Senkung des Verbrauches des Flächendesinfektionsmittels.
  8. Vorteil eines Desinfektion Sprays: geringere Einwirkzeit (30 Sekunden, je nach Produkteigenschaft).
  9. Einige Flächendesinfektionssprays dürfen sogar auf nicht waschbaren Textilien wie Polstermöbel, Matratzen oder Kopfkissen angewandt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter, über welche Eigenschaften das Produkt verfügt.
  10. Achten Sie darauf, dass Flächendesinfektion meistens auf alkoholischer Basis angeboten wird und deswegen nicht auf Acrylglas und alkoholempfindlichen Lacken verwendet werden darf.
  11. Achten Sie darauf, dass flüssige Produkte zur Flächendesinfektion auf alkoholischer Basis vorsichtshalber nicht über 25 Grad gelagert werden sollten. Erkundigen Sie sich beim Anbieter, was bei der Lagerung zu beachten ist. Da unsere Sommer in Deutschland immer heißer werden, sollte eine Lagerung bei Zimmertemperatur und nicht direkter Sonneneinwirkung geachtet werden.
  12. Das Flächendesinfektionsmittel sollte farbstoff- und parfümfrei sein.

Wann benötige ich eine Bettschutzeinlage?

Bettschutzeinlagen sind besonders gut geeignet als zusätzlicher Bett-, Bettwäsche- und Rollstuhlschutz bei offenem Inkontinenzmanagement, bei der Dekubitustherapie (Luftstrommatratze, Wechseldruckmatratze) und bei Hautallergien.

Gibt es Qualitätsunterschiede bei den Bettschutzunterlagen zum Einmalgebrauch?

Ja, die gibt es. Sie sollten auf Folgendes achten und/oder sich dazu beraten lassen vom Anbieter:

Beschaffenheit der Unterseite der Bettschutzeinlage

Die Unterseite der Bettschutzunterlagen besteht meistens aus weißer, rutschfester Folie. Es gibt allerdings auch Hersteller, die eine glatte und rutschige Folie als Unterseite verwenden. Diese Produkteigenschaft ist von Nachteil, da dadurch die Position der Bettunterlage mittig im Bereich des Gesäßes nicht gewährleistet werden kann.

Beschaffenheit der saugenden Oberfläche der Bettschutzunterlage

Das Saugkissen kann auch Zellstofflagen oder Zellstoffflocken bestehen. Als besonders weiche Oberfläche hat sich hier eine Vliesoberseite gezeigt. Einige Anbieter verzichten auf die weiche Vliesoberfläche, welche Einbußen in dem angenehmen Hautgefühl und Liegekomfort zeigt.

Beachten Sie hier die Qualitätsunterschiede, vor allem bei bettlägerigen Patienten, bei denen immer zwingend ein „Wundliegen“ vermieden werden muss! Zudem gibt es große Unterschiede in der Saugstärke nach ISO. Es gibt hier in der üblichen Größe 60 x 90 cm für Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch von der Basic Variante mit 950 ml, über die Normal Variante mit 1600 ml und der Super Ausführung mit 2000 ml bis zu Super Dry mit 2500 ml einige Unterschiede.

Die Saugstärken-Bezeichnung variiert von Hersteller zu Hersteller. Ebenso die Kosten, die für die Pflegekasse entstehen, sind durch die unterschiedlichen Saugstärken sehr unterschiedlich. Üblich ist die Verwendung von 950 ml bis 1600 ml Saugstärke. Diese reicht in der Regel vollkommen zum Schutz aus.

Beratung bei starker Inkontinenz

Bei stark inkontinenten Patienten, bei denen die herkömmliche Bettunterlage mit 950 ml Saugstärke nicht ausreicht, sollte man sich vom Pflegedienst, Hausarzt, Krankenkasse, Apotheke oder einem Medizinprodukteberater beim Anbieter beraten lassen, welche Maßnahmen in diesem Fall ergriffen werden sollten.

Die Menge machts!

Bei den angebotenen Bettschutzunterlagen zum Einmalgebrauch sollten Sie auf die angebotene und gelieferte Stückzahl achten. Da ein einmaliger Wechsel pro Tag empfohlen wird, sollten mind. 30 Bettschutzeinlagen geliefert werden.

Aufbewahrung

Bettschutzeinlagen sollten in einem trockenen und gut belüfteten Raum bei einer Temperatut von 5 – 35 Grad Cels. gelagert werden. Die Raumfeuchtigkeit von 25 % bis 75 % in der Originalverpackung ist hier zu gewährleisten. Die Packeinheiten sollten zudem unberührt mit einer Stretchfolie eingewickelt bleiben, um Staub oder sonstige Verschmutzungen und evtl. Fremdgeruch (z. B. Essengerüche oder Zigarettenqualm) zu vermeiden.

Latex, Nitril oder Vinyl – Welcher Handschuh wird angeboten in der Pflegehilfsmittelbox?

Einmalhandschuhe – oder auch Schutzhandschuhe – gibt es in unzähligen Varianten, aus verschiedenen Materialien, in verschiedenen Farben, Güteklassen, mit oder ohne Puderung etc.

Latexhandschuhe

Handschuhe aus Latex lassen sich grob in solche mit Puderung und solche ohne Puderung unterteilen. Gepuderte Latexhandschuhe haben den entscheidenden Vorteil, dass man sie leichter an- und ausgezogen bekommt – nicht zuletzt, da sie durch die Puderung weniger an der Haut haften. Puderfreie Handschuhe werden jedoch grundsätzlich bevorzugt, da in solchen mit Puderung deutlich mehr Latexproteine enthalten sind. Das Risiko einer Latex-Allergie ist hier demnach deutlich erhöht.

Zu den Vorteilen von Schutzhandschuhen aus Latex zählen primär die hohe Elastizität, die Materialdicke und die damit einhergehende Robustheit. Latexhandschuhe bieten also guten Schutz sowie einen hohen Tragekomfort. Nicht allein deswegen findet man Latexhandschuhe vor allem im medizinischen Bereich sowie in der Pflege.

Nitrilhandschuhe

Nitrilhandschuhe sind noch nicht lange auf dem Markt, haben es aber trotzdem geschafft, den Latexhandschuhen zunehmend den Rang als beliebteste Einweghandschuhe abzutreten. Vorteilhaft bei Nitrilhandschuhen ist, im Gegensatz zum Latexhandschuh, dass keine Latexallergie ausgelöst werden kann.

Besonders hervorzuheben ist zudem die gute Widerstandsfähigkeit der Nitrilhandschuhe. Denn diese bieten guten Schutz gegenüber vielen Ölen und Chemikalien und sind daher auch für Laborarbeiten geeignet.

Die EU-Norm 374 prüft diese Qualitäten und stellt einen guten Schutz sicher. Trotzdem sollten Sie sich vor Gebrauch der Nitrilhandschuhe versichern, dass die jeweiligen Einmalhandschuhe aus Nitril auch gegen die spezifischen Substanzen Ihres Anwendungsgebietes undurchlässig sind und somit vollen Schutz bieten. Des Weiteren haben Nitril-Handschuhe den Vorteil, dass sie sehr reißfest sind und ein sehr gutes Tastempfinden ermöglichen.

Vinylhandschuhe

Die kostengünstigste Alternative der drei Materialien stellt der Vinylhandschuh dar. Jedoch hat gute Qualität auch ihren Preis, daher bietet der Vinylhandschuh vergleichsweise geringeren Schutz als Latex- oder Nitrilhandschuhe und ist zudem weniger dehnbar und weniger reißfest.

Vinylhandschuhe werden hauptsächlich in der Pflege benutzt, da sie über ein sehr weiches Material verfügen und für kurze Kontakte mit Laugen und Säuren und somit für leichte Pflege- und Wascharbeiten gut geeignet sind.

Grundsätzlich sollten Vinylhandschuhe aufgrund des weichen Materials und den darin enthaltenen Weichmachern jedoch nicht mit fettenden Lebensmitteln in Kontakt kommen, da sich die Weichmacher bei Kontakt mit Fetten aus dem Handschuh lösen und somit die Lebensmittel verunreinigen könnten. Zum Einsatz im Medizinsektor kommt es bei Vinylhandschuhen eher selten, da diese meist nicht den Ansprüchen der EU-Norm 455 zufriedenstellend gerecht werden. Falls Sie aber doch einen Vinylhandschuh für medizinische Zwecke nutzen möchten, können Sie individuell prüfen, ob der jeweilige Handschuh die Norm 455 erfüllt und somit für den Gebrauch bei medizinischen Anwendungszwecken zugelassen ist.

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